Invent a chip

Schülerinnen und Schüler können im Rahmen eines Wettbewerbs ihren eigenen Mikrochip entwerfen. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Verband der Elektrotechnik (VDE) getragene Initiative wird von namhaften Industriesponsoren unterstützt. Bis 5. April 2009 können Chipideen und Fragebögen abgegeben werden. Die besten Entwürfe werden am 12. Oktober 2009 auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress in Berlin Vertretern aus Politik, Unternehmen und Wirtschaft präsentiert.

Beim Wettbewerb INVENT a CHIP müssen die Teilnehmer/innen aus den Klassen 9 bis 13 in einer ersten Phase 20 Fragen zur Mikro- und Nanoelektronik richtig beantworten. In der zweiten Phase können sich die Schüler/innen zusätzlich mit einer Idee für einen innovativen Chip oder eine neue Anwendung bewerben.

Auch in diesem Jahr werden die zwölf besten Teams oder Einzelteilnehmer/innen auf einen dreitägigen Workshop an der Leibniz Universität Hannover eingeladen. Wer eine Chipidee einreicht und von der Jury ausgewählt wird, startet dort am 8. Mai 2009 mit der Hilfe von Experten in die Praxisphase des Chipdesigns. Die besten Entwürfe werden schließlich am 12. Oktober 2009 auf dem Mikrosystemtechnik-Kongress in Berlin Vertretern aus Politik, Unternehmen und Wirtschaft präsentiert.

Bis 5. April 2009 können Chipideen und Fragebögen abgegeben werden. Es gibt viele attraktive Preise zu gewinnen. Die Schulen mit dem besten Fragebogenrücklauf erhalten beispielsweise Geld für eine Schulparty oder die technische Ausstattung von Arbeitsräumen. Als Belohnung gibt es für die Schulen Geldpreise in Höhe von 250 bis 1.000 Euro. Auf die Sieger der Chipentwicklung warten neben Geldpreisen zwischen 1.000 und 3.000 Euro viele spannende Programmpunkte in Berlin und ein mehrtägiges Praktikum bei Bosch. Sie werden zudem für das Auswahlverfahren der Studienstiftung des deutschen Volkes vorgeschlagen.

Der Wettbewerb 2008
Mehr als 1.700 Jugendliche beteiligten sich 2008 an INVENT a CHIP - ein neuer Rekord! Platz eins belegte der Bochumer Schüler Thomas Kopsch, der einen Mikrochip zur Reduzierung von störendem Lärm entwickelte. Sein "Schalldämper-Chip", der Schallwellen durch Ausnutzung der Interferenz einfach ausschaltet, kann Anwohnern von Flughäfen oder neben Autobahnen oder Bahntrassen wieder einen ruhigen Schlaf bescheren und beherrscht dazu noch vielfältige Funktionen zur Lärmermittlung und -aufzeichnung.

Platz zwei ging an den Braunschweiger Schüler Jonas Burgdorf, der sein Hobby des Modellraketenfluges perfektionierte, und dessen Mikrochip nun die Auswertung verschiedener Parameter wie Flughöhe, Rotation oder Geschwindigkeit ermöglicht. Außerdem können Wetterdaten abgerufen werden oder der Chip wird zu Ortungszwecken genutzt.

Platz drei teilten sich zwei Teams: Die beiden Schwalmstädter Schüler Marcel Kaufmann und Daniel Schoepe entwickelten einen "Driving-Assistence-Chip", der das Fahrverhalten kontrolliert und zur Sicherheit beim Autofahren beiträgt. Der "Solar-Optimierungs-Chip" der Bonner Schüler Andreas Kell und David Sohr ist für den Einsatz insbesondere bei mobilen Solaranlagen (wie z.B. auf Campingmobilen) gedacht und steuert die optimale Ausnutzung der Sonnenenergie durch ideale Ausrichtung der Solarzellen.

Der Sonderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für das Projekt mit der größten Industrierelevanz ging an das Team der Hardware-AG aus Staufen. Mit dem "breath-guard-X2" stellten Jannis Harder und Gerd Lindner einen innovativen Mikrochip vor, der eine aktive Atmungskontrolle bei Schlafapnoikern vorsieht und zudem gegen den plötzlichen Säuglingstod eingesetzt werden kann.

Kontakt:
VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.
Frau Anja Rottke
Tel.: +49 228 - 5 347 347
E-Mail: chips@vde.com