Wirtschaftsminister Pfister zur Konjunktur in Baden-Württemberg: „Signale zeigen wieder nach oben“
Die Krise ist noch nicht vorbei, aber die baden-württembergische Wirtschaft hat die ersten Schritte aus der Krise geschafft und bekommt nun langsam wieder festeren Boden unter den Füßen.
"Die Signale weisen wieder nach oben“, betonte Wirtschaftsminister Ernst Pfister am 24.03.2010 in Stuttgart. Für 2010 erwarte er ein Wirtschaftswachstum um etwa zwei Prozent.
Eine Entwarnung für die Wirtschaft gibt es jedoch nicht. 2010 wird, laut Pfister, ein schwieriges Jahr bleiben. Die schwere Rezession sei nach Baden-Württemberg importiert worden und nicht etwa Konsequenz mangelnder Leistungsfähigkeit der Wirtschaft in Baden-Württemberg. Da der weltweite Außenhandel in den vergangenen Monaten stark eingeschränkt wurde, habe gerade die exportorientierte Industrie den abrupten Einbruch des Welthandels besonders massiv zu spüren bekommen.
In einem einzigen Jahr wurde der Aufschwund der Jahre 2005 - 2008 revidiert. Das Bruttoinlandsprodukt sank bundesweit um 5 Prozent.
Trotz schneller und entschlossener Maßnahmen der Politik zur Stabilisierung der Finanzmärkte, sei durch die hohen staatlichen Verschuldungen ein hoher Preis bezahlt worden.
Der Wirtschaftsminister betonte, dass die exportorientierten Branchen sich derzeit besser erholten als die überwiegend auf die Inlandsnachfrage konzentrierten Branachen. Ferner profitierte die baden-württembergische Wirtschaft auch von der guten strukturellen Verfassung. Investitionen in die eigene Wettbewerbsfähigkeit und die Eigenkapitalausstattung in den Jahren des Aufschwungs hätten sich für viele Unternehmen in der Krise ausgezahlt. Auch die Sicherung von Arbeitsplätzen durch Kurzarbeit habe sich positiv auf die Wirtschaftslage ausgewirkt.
Rund 230.000 Arbeitnehmer in 9.300 Unternehmen arbeiteten im Jahr 2009 kurz, das entspricht sechs Prozent aller Arbeitnehmer in Relation zur Zahl der sozialversicherugspflichtigen Beschäftigten.
Konjunkturausblick 2010
Insgesamt fällt der Ausblick auf die nächsten Monate optimistisch aus.
Bedeutend für den Beitrag der Unternehmen am Wirtschaftswachstum ist auch die Kreditvergabe der Banken.
Der Wirtschaftsminister fordert daher höchste Priorität für die Kreditversorgung der Unternehmen und die Sicherung günstiger Konditionen der Banken bei der Kreditvergabe.
Die aktuelle Schwachstelle für die Entwicklung der baden-württembergischen Konjunktur liege nun bei der Nachfrage im Inland. Laut Pfister wird die Inlandsnachfrage dieses Jahr nur wenige Impulse liefern. Zusammenfassend sieht Wirtschaftsminister Pfister jedoch gute Chancen, dass der Aufschwung zunehmend nachhaltiger wird. Die Unterstützung der Exportwirtschaft bleibe daher nach wie vor Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik des Landes. Zur nachhaltigen Sicherung der derzeitigen Exportmärkte und der Erschließung euer Märkte führt das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg zusammen mit Baden-Württemberg International (bw-i) und den Wirtschaftsorganisationen des Landes zahlreiche Veranstaltungen im In- und Ausland durch.
Als besonderes „Highlight“ gilt die Durchführung der am 26. und 27. Oktober 2010 auf der Landesmesse Stuttgart zum zweiten Male stattdfindende Außenwirtschaftsmesse „GlobalConnect“.
[Quelle: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg]